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Den Beruf gibts heute fast nicht mehr, Schirmmacher. Man nennt sie auch Umbrellarius, Parapluie- oder Parasol-Macher. Nur selten findet man heute noch die Handwerker, die Sonnen- und Regenschirme herstellen. Die Fertigung erfolgt heute zum grossen Teil industriell.

Der Sonnenschirm wird ähnlich wie der Regenschirm mit Stoff oder Kunststoff, früher auch mit Papier, bezogen. Die Spannung erfolgt über Speichen, welche in einem Stock enden. Der Stiel endet in häufig in einem U-förmigen Bogen oder vor allem bei wertvollen Schirmen in einer Schnitzerei oder Figur.

Die Pharaonen

Bereits die Pharaonen kannten die Schirme die vor Regen und Sonne schützen. Wegen des hohen Preises dieser kunstvollen, tragbaren „Dächern“ war der Gebrauch vor allem den Herrschern und Adligen vorbehalten.

In Asien

Aus dem asiatischen Raum kennt man den Sonnenschirm, den man ähnlich wie einen Regenschirm trägt. In diesem Kontinent ist eine blasse Haut ein Schönheitsmerkmal, ganz im Gegensatz zu unseren Breitengraden. Asiatinnen der älteren Generation tragen häufig einen Sonnenschirm. Es gibt auch Schirme, welche sowohl für Sonnen- als auch Regenschutz gebraucht werden können. Man nennt diese „En-Tout-Cas“ – Allwetterschirme.

In Europa

Der Sonnenschirm wurde bereits im 17. Jahrhundert im heissen Süden von Europa verwendet. Der Siegeszug des Regenschirmes startete im 18. Jahrhundert in England und verbreitete sich sukzessive in ganz Europa.

In der Biedermeier-Zeit gab es eine riesige Nachfrage und die maschinelle Fertigung begann. Dies besiegelte den Niedergang der Zunft der Schirmmacher. Will man heute einen handwerklich angefertigten Schirm, bezahlt man einen stolzen Preis. Wer Qualität und Haltbarkeit schätzt, kauft sich mit so einem Produkt einen langlebigen Begleiter.

Mein Schirm

Magasin Antoine, Vitrine mit alten Spazierstöcken

Mein Schirm, ein Parapluie, welcher mir mein Partner aus Paris mitgebracht hat, hat einen kunstvoll mit rotem Leder bezogenen Griff. Ein sehr schönes Exemplar von einem modernen Schirm.

Er hat ihn von „Antoine“, einem Schirmmacher an der Avenue de l’Opéra. Ein Besuch, der sich lohnt. Man sieht alle Formen von Schirmen, Stöcken und kann noch die Begeisterung spüren, die dieses Handwerk einst auszeichnete. Vor lauter Formen und Farben fast erschlagen würde man am liebsten mehrere Schirme oder Stöcke kaufen.